Der Begriff „Fotografie“ kommt aus dem altgriechischen und bedeutet soviel wie „Licht“. In der Tat ist die Fotografie eine Methode bei der ein Lichtbild auf ein Medium projiziert und dort gespeichert, bzw. in elektronische Daten umgewandelt wird.
Schon im 11. Jahrhundert war der Vorgänger des Fotoapparats bekannt, die „Camera obscura“ („Dunkle Kammer“), bei der Licht durch ein kleines Loch aufgefangen und auf eine Projektionsfläche geworfen wurde – allerdings auf dem Kopf. Noch heute gibt es solche Konstruktionen, z.B. in Edinburgh als Touristenattraktion.
Die Kamera wie wir sie kennen, wurde jedoch erst in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt. Diese Kleinbildkameras (z.B. von der Firma Leica) arbeiteten noch mit einem 35-mm-Kinofilm, der aufwändig entwickelt werden musste, zudem war die Qualität bei solchen handlichen Geräten um einiges schlechter als bei den großen Kameras. Dennoch setzten sie sich aufgrund der neuen Möglichkeiten (vor allem aufgrund der nun gegebenen Mobilität) schnell durch.
Der Durchbruch der filmlosen, digitalen Kameras erfolgte schließlich in den 70er Jahren. Pionierfirmen waren hier Kodak und Texas Instruments. Kodak brauche 1975 die erste funktionsfähige digitale Kamera auf den Markt. Diese wog noch 3,5 Kilogramm, war größer als ein Toaster und benötigte 23 Sekunden, um ein Schwarz-Weiß-Bild auf eine Magnetbandkassette zu übertragen und weitere 23 Sekunden, um das Bild auf dem Bildschirm sichtbar zu machen.
Auch wenn dieses Beispiel zeigt, dass der Start der digitalen Kameras etwas holprig war, sind doch die Zeiten der analogen Geräte vorbei. 2007 waren schon 91% aller verkauften Kameras digital, analoge Fotoapparate werden fast nur noch von Liebhabern oder Fotostudios verwendet.